Ugly Portraits
Elisa Hüttner
Während ihrer Residency im Schenkhaus schuf Elisa eine Serie von 100 Ugly Portraits. Manche Gesichter tragen die Züge von Menschen aus ihrem Umfeld, andere entstehen aus Erinnerungen, Empfindungen oder inneren Bildern. Jedem Portrait geht ein Moment der Aufmerksamkeit voraus – ein Innehalten bei dem, was im Körper bereits spürbar ist.
Elisa sagt: «Mich interessiert das, was sich einer eindeutigen Einordnung entzieht. Die Gesichter erscheinen als Verdichtungen von Zuständen: hässlich, verletzlich, widersprüchlich, vertraut und fremd zugleich.»
Im Hintergrund zeigen sich Spuren, die an Schrift erinnern, ohne lesbar zu werden. Was in den Portraits Form annimmt, löst sich dort wieder auf. Zwischen Gesicht und Zeichen, Erscheinen und Verschwinden entsteht ein Raum für das Uneindeutige.
Die Arbeit bewegt sich zwischen Nähe und Distanz, Vertrautheit und Fremdheit. Gegensätze werden nicht aufgelöst, sondern dürfen nebeneinander bestehen – roh, widersprüchlich und lebendig.